{"id":161,"date":"2019-02-27T06:54:25","date_gmt":"2019-02-27T06:54:25","guid":{"rendered":"http:\/\/artig-anders.de\/?p=161"},"modified":"2019-04-04T12:44:59","modified_gmt":"2019-04-04T12:44:59","slug":"meine-depressionen-und-ich-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/artig-anders.de\/?p=161","title":{"rendered":"Meine Depressionen und ich -Teil 2"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/artig-anders.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/4071785b-3de2-46c7-b2e0-8991d2c70c98.jpg?resize=257%2C342&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-109\" width=\"257\" height=\"342\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ich hatte mich also endlich entschieden. Es lagen schon einige Wochen hinter mir, die ich krankgeschrieben zu Hause sa\u00df. In dieser Zeit war ich mehr oder weniger gezwungen, mich mit mir selbst auseinander zu setzen. Ich konnte mich bis zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht klar entscheiden, ob ich mit oder ohne meine Tochter in die Reha fahren sollte. Sie war gerade mal 4 Jahre alt. Jede Mama wird diese Gewissensbisse kennen, wenn man sein Kind alleine zur\u00fccklassen soll. Sie war ja gar nicht alleine, sondern sollte bei ihrem Papa bleiben. Doch ich habe mich sehr schwer damit getan. <\/p>\n\n\n\n<p>Es sollte sich aber als der richtige Schritt herausstellen, dass ich alleine gefahren bin. In der Reha sog ich alles auf wie ein Schwamm und konnte die kompletten 6 Wochen den Fokus nur auf mich legen. F\u00fcr mich sollte es der Abschluss einer langen Reise zu mir selbst werden. Ich konnte mich gut auf die dortigen Ans\u00e4tze einlassen und habe mir stets mein eigenes Bild gemacht, ohne mich von anderen all zu sehr beeinflussen zu lassen. So wurden beispielsweise bestimmte Einheiten, von denen mir andere abrieten, zu meinen wertvollsten Stunden. <\/p>\n\n\n\n<p>Die kreative K\u00f6rpertherapie brachte mir in k\u00fcrzester Zeit so viele Aha-Erlebnisse, dass es mich v\u00f6llig \u00fcberw\u00e4ltigte. Durch die Verhaltenstherapie erhielt ich neue Ans\u00e4tze bestimmte eingefahrenen Muster anders zu beleuchten und konnte an mir selbst arbeiten. Denn Du wirst die Menschen in Deiner Umgebung nicht \u00e4ndern, Du kannst nur versuchen, Deine eigene Herangehensweise zu \u00e4ndern. <\/p>\n\n\n\n<p>Und das tat ich. Auch zu Hause besch\u00e4ftigte ich mich weiter damit, wie ich anders mit Dingen umgehen kann. Ich stellte Gewohnheiten um und integrierte in der Reha erlernte Dinge in meinen Alltag. Allein an dieser Tatsache scheitert es bei vielen. Entweder, weil es Ihnen vom Umfeld schwer gemacht wird, oder sie selbst nicht gewillt sind, ihre alten &#8222;schlechten&#8220; Gewohnheiten umzustellen. Nat\u00fcrlich ist das nicht einfach. Aber, wenn Du m\u00f6chtest, dass sich etwas \u00e4ndert, dann beginnt Ver\u00e4nderung immer bei Dir selbst!<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>AM ENDE DER AUSREDEN BEGINNT DAS LEBEN!!! <\/em><\/strong>Und so flog als erstes mein Fernseher aus dem Schlafzimmer! Diese kleine, aber feine Ver\u00e4nderung brachte sehr nachhaltigen Erfolg, denn fortan konnte ich viel besser schlafen. Dabei geht es vor allem um Bewusstsein! Fr\u00fcher habe ich mich ins Bett gelegt, den Fernseher angemacht, meist den Timer vergessen und habe mich berieseln lassen, bis ich weggepennt bin. Mitten in der Nacht wurde ich wach, weil der Fernseher ja noch lief&#8230;! Nicht gut! Gar nicht gut! <br>Seit dieser Aktion komme ich abends nun bewusst zur Ruhe und schlafe durch. Somit hast Du erholsamen Schlaf und bist morgens fit f\u00fcr den Tag! H\u00f6rt sich l\u00e4cherlich an, ist es aber nicht! Probiere es einfach mal aus! <br>Danach habe ich mir ein Yogi-Zimmer eingerichtet mit dem Hintergrund, dass ich dieses fortan f\u00fcr Entspannungseinheiten nutze. Gut, meistens habe ich dann trotzdem auf dem Sofa oder in der Wanne entspannt und dort Meditationen durchgef\u00fchrt, aber darum geht es nicht. Es ist nicht wichtig wo Du es machst, nur dass Du es \u00fcberhaupt machst! Schaffe Dir Deine kleinen Auszeiten! F\u00fcr Dich! <\/p>\n\n\n\n<p>Die ZEIT ist hier immer ein sehr wesentlicher Faktor. Wie oft h\u00f6re ich&#8230;daf\u00fcr habe ich keine Zeit! Dachte ich zuerst auch, ist aber nicht so! Frage Dich, was wirklich wichtig ist. Mein Fernsehverhalten habe ich seitdem komplett umgestellt. Fr\u00fcher lief der Fernseher, sobald ich zu Hause war. Heute komme ich fast ohne aus. Ich gucke wenn, gezielt. Nur noch die Sachen, die ich auch wirklich gucken m\u00f6chte. <\/p>\n\n\n\n<p>Allein diese kleinen Ver\u00e4nderungen haben mir pers\u00f6nlich so viel gebracht, dass ich nun jede Menge Zeit habe, um mir selbst etwas Gutes zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher habe ich mich selbst immer gern vergessen. War h\u00e4ufig nur f\u00fcr andere da. Die Zeiten sind gl\u00fccklicherweise nun vorbei. Klar bin ich f\u00fcr meine Tochter da, f\u00fcr meinen Hund und fast alle, die sich an mich wenden, aber ich sage heute auch mal NEIN, wenn es mir zu viel wird! <\/p>\n\n\n\n<p>Auch das ist eine Sache, die man erstmal lernen muss. Anfangs werden viele seltsam darauf reagieren, denn das sind sie ja nicht gewohnt von Dir. Aber&#8230;worum geht es wirklich? Geht es darum, es immer nur allen recht zu machen? Oder geht es darum, auf Dein Herz zu h\u00f6ren?  Dein Herz sagt Dir ziemlich genau, was Du m\u00f6chtest und was nicht. Du musst nur darauf h\u00f6ren!<\/p>\n\n\n\n<p>Zu meinem Gl\u00fcck war ich zu der Zeit Single. Es gab also nicht direkt jemanden, der mich von dieser Umsetzung abhielt. Das soll jetzt auf gar keinen Fall hei\u00dfen, dass Du Dich in einer solchen Situation sofort trennen sollst! Es kommt glaube ich nur darauf an, wie und ob man es offen kommunizieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so startete ich nach der Reha dann nach weiteren 3 Wochen mit der Wiedereingliederung. <\/p>\n\n\n\n<p>Fortsetzung folgt&#8230;!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte mich also endlich entschieden. Es lagen schon einige Wochen hinter mir, die ich krankgeschrieben zu Hause sa\u00df. In dieser Zeit war ich mehr oder weniger gezwungen, mich mit mir selbst auseinander zu setzen. 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